Mittlerweile werden acht Todesfälle in Zusammenhang mit listerienverseuchtem Käse aus der Steiermark gebracht, 21 Menschen sind erkrankt. Die Hartberger Erzeugerfirma Prolactal will die Ursache gefunden haben: Man habe fälschlicherweise Schutzkulturen ausgetauscht, Käfer sollen die Listerien übertragen haben. “Alles Ausreden”, behauptet jetzt ein Ex-Mitarbeiter gegenüber der “Krone”. Vielmehr seien die hygienischen Zustände vor Ort katastrophal.

“Ich weiß wirklich, wie es bei Prolactal zugeht”, sagt ein ehemaliger Angestellter der im Labor gearbeitet hat. Doch wo genau will der Steirer nicht verraten da im saftige Geldbußen angedroht wurden.

“Seit Jahren abgelaufene Zutaten”

Nachdem ein I(nsider einen 14-tägigen Crashkurs absolvierte und für den Laborbetrieb als “tauglich” qualifiziert worden war durfte er mit Lebensmittelzutaten hantieren und experimentieren.  Es seien teils Jahrelang abgelaufene Enzyme, die zur Backmittelherstellung verwendet wurden, mischte man trotzdem in kleinen Mengen in die Backwaren. “Wissentlich”, behauptet der Ex-Mitarbeiter.  Man habe zwei Tonnen dieser abgelaufenen Enzyme als “Giftmüll” entsorgt nachdem er dies der Firmenleitung mitteilte.

“Massive gesundheitliche Probleme”

“Als ich dort zu arbeiten begonnen habe, war ich kerngesund”, erzählt der Insider. “Nach einigen Wochen habe ich dann aber massive gesundheitliche Probleme bekommen.” Ausschläge, Durchfall, Kehlkopfentzündung, Kopfschmerzen. “Ganz plötzlich, ohne ersichtlichen Grund.” Giftige Materialien hätten seinen Körper ruiniert, so sein Verdacht. Der Mann ging in den Krankenstand, zuvor dokumentierte er die angeblichen Missstände aber fotografisch.


Der Ex-Mitarbeiter rennt seit Monaten nunmehr von einem Arzt zum nächsten, Prolactal hat ihm mittlerweile gekündigt. “Mir geht’s nicht ums Geld, ich will auch nicht mehr zurück in das Unternehmen, mir ist nur wichtig, dass ich wieder gesund werde!” Dass Käfer für die Todesfälle verantwortlich sein sollen, glaubt er nicht: “Vielmehr sind es die katastrophalen hygienischen Zustände vor Ort!”

Bei der Arbeiterkammer hat man über diesen Fall bereits einen dicken Aktenordner angelegt”. Diese Firma hat offenbar billigend in Kauf genommen, dass Mitarbeiter mit abgelaufenen Chemikalien in Kontakt kommen und dadurch auch erkranken. Wir prüfen jetzt rechtliche Schritte, die bis zur Zahlung von Schmerzensgeld reichen.” sagte der entsetzte Leiter der Abteilung Arbeitsrecht Dr. Wolfgang Nagelschmied.

Prolactal: “Bösartige Unterstellungen”

Am Mittwoch konfrontierte die “Steierkrone” Prolactal mit den Vorwürfen, die aber von Sprecher Harald Schiffl “auf das schärfste zurückwies. “Diese Anschuldigungen entbehren jeglicher Grundlage! Unser Unternehmen hat niemals mit gesundheitsschädlichen Chemikalien gearbeitet beziehungsweise sie in Umlauf gebracht. Das sind bösartige Unterstellungen!”

Wir werden sehen wie es in den nächsten Tagen und Wochen mit den doch recht schwerwiegenden Vorwürfen gegen Prolactal weitergeht.

SkandalNews.com


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