Der Papst schweigt weiterhin über die Missbrauchs-Skandale in katholischen Kirchen. Offensichtlich will er sich nicht von jenen unter Druck bringen lassen die nach einem persönlichen Wort oder gar einer Entschuldigung des deutschen Papstes zu dem Missbrauchs- Skandal rufen. Der Pontifex, Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Katholiken, ging am Sonntag im Angelusgebet zwar auf das Gleichnis des verlorenen Sohn ein, nicht aber auf die Missbrauchs Vorfälle in seiner Heimat.


Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising hat hingegen eine umfassende genaue Aufarbeitung des Missbrauchsskandals  der katholischen Kirche und Gerichtigkeit für die Opfer angekündigt. Marx sagte “Bild am Sonntag”: „Unsere Linie ist: Aufklärung und Aufarbeitung: Die Täter müssen sich ihrer Verantwortung stellen. Den Opfern soll Gerechtigkeit widerfahren. Wir sehen uns darin von Papst Benedikt XVI. bestärkt.“

Die Kirche wolle sich „gemeinsam mit anderen Institutionen und gesellschaftlichen Gruppen der vor uns liegenden Aufgabe stellen, Missbrauch zu verhindern, die Prävention zu verstärken und die Sorge um das Wohl der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen.“ Über die bekanntgewordenen Missbrauchs-Vorfälle zeigte sich Reinhard Marx bestürzt: „Als Volk Gottes erschrecken wir darüber, dass in unserer Mitte diese schrecklichen Vergehen passiert sind. Es gilt, diese schwere Stunde der Kirche als geistliche Herausforderung zu sehen.“


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