Der Vatikan bestreitet jegliche Verantwortung Ratzingers in dessen früherer Diözese

Vatikan-Stadt – jede direkte Verwicklung von Papst Benedikt XVI. in einen Missbrauchs-Skandal in seiner früheren Diözese hat der Vatikan zurückgewiesen. Am Samstag sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi im Radio Vatikan: ” Es ist offensichtlich, dass in den vergangenen Tagen einige mit einer gewissen Verbissenheit in Regensburg und München nach Elementen gesucht haben, um den Heiligen Vater persönlich in die Missbrauchs-Skandal-Frage hineinzuziehen. Für jeden objektiven Beobachter ist klar, dass diese Versuche fehlgeschlagen sind”.


Am Freitag hatte das Erzbistum München und Freising bestätigt,  dass unter Mitwirkung des damaligen Erzbischofs Joseph Ratzinger ein pädophiler Priester nach München versetzt wurde, der sich Jahre später sich erneut an Minderjährigen sexuell verging. Der Geistliche wurde direkt in der Gemeindearbeit eingesetzt, hätte aber eigentlich  eine Therapie machen sollen. Das Erzbistum sprach von einem schweren Fehler, für den der damalige Generalvikar Gerhard Gruber in der Erklärung die Verantwortung übernahm und sich bei den Opfern entschuldigte. Nach Angaben des Erzbistums ist kein Missbrauchsfall des Priesters aus der Zeit bekannt, in der Kardinal Ratzinger die Diözese leitete. Der Priester, der bis heute weiter als Geistlicher tätig ist, wurde 1986 nach neuerlichen Übergriffen wegen sexuellen Missbrauchs zu einer Geldstrafe und 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Alois Glück, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, nahm den Papst ebenfalls in Schutz. “Ich persönlich sehe da keinen weiteren Aufklärungsbedarf”, sagte er im Deutschlandfunk. ”


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